…wie man sich den Mund fusselig redet…

Wikipedia sagt dazu „Immer wieder erfolglos versuchen, jemanden zu etwas zu überreden“. Es steht da auch „sich den Mund fransig reden, sich den Mund in Fransen reden“.

Mir geht es sicherlich nicht darum, jemanden zu etwas zu überreden. Allerdings erwarte ich mir, wenn jemand etwas fragt, die Antwort und Tipps anzunehmen oder wenigstens zu überdenken und nicht gleich abzublocken oder gekränkt zu reagieren.

Ich hab sicherlich nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen, aber wenn mich ein Thema interessiert, bzw wenn es wie bei mir um das sprichwörtliche Überleben geht, mache ich mich schlau. Oder nicht?

Ich beobachte immer mehr, dass sich Diabetiker oder Diabetiker-Eltern zu wenig mit ihrer Krankheit auskennen. Das liegt sicherlich zum einen daran, dass erst eine Erstdiagnose gestellt wurde bzw ist leider in Österreich eine Diabetiker-Wissens-Wüste. Wie das in Deutschland oder der Schweiz ist, kann ich nicht beurteilen.  In den Dia-Ambulanzen und Krankenhäusern wird viel zu wenig Wissen weiter gegeben, bzw ist vermutlich auch zu wenig Kapazität an Zeit da. Natürlich muss sich auch der Diabetiker selber fortbilden. Wir haben im Zeitalter des WoldWideWeb doch so viele Möglichkeiten an Informationen zu kommen. Nutz doch diese Technologie. Jeder hält mit seinem Smartphone die Welt in Händen.

Ich befürworte auch den Austausch über Facebook. Das kann ein tolles Medium sein um sich zu vernetzen und sein Wissen auszutauschen. Allerdings birgt auch die Unpersönlichkeit, selbst in einer Gruppe über Diabetes, immer die Gefahr von Missverständnissen. Gerade heute wieder passiert. Eine Mutter stellte eine Frage und erhielt Antworten und die Empfehlung nochmals eine Schulung zu besuchen. Sie fühlt sich nun total kritisiert und konnte leider die Antworten nicht annehmen und überdenken. Ich hoffe wirklich, dass sie nochmals eine qualifizierte Schulung besucht und somit auf jeden Fall was dazu gewinnen kann. Verlieren kann man dabei nämlich nie was. Das ist auch der Grund, wieso ich heute noch spontan zu diesem Thema schreibe.

Meine Intension ist es, anzuregen weiter und um die Ecke zu denken. Denn wir haben immer noch für uns selber oder unsere Kinder die Verantwortung. Die Ärzte können uns unterstützen, aber bei mir sitzt leider kein Arzt in der Handtasche und gibt mir die richtigen Lösungen vor. Das muss ich jeden Tag selber für mich entscheiden…

Was ist also in Österreich möglich?

  • nach Erstmanifestation die Einschulung im Krankenhaus
  • gleich danach zur Reha nach Hallein, Aflenz oder Alland
  • für Pumpenträger zum jährlichen Pumpenturnus nach Hallein
  • regelmäßige Kontrolle bei einem Diabetologen
  • sich mit anderen Diabetikern austauschen, zB bei regelmäßig stattfinden Stammtischen
  • diverse Facebook-Gruppen wie „Diabetes Typ 1 Österreich“, „OmniPoddies and Friends“ oder „Diabetes Kinder und Jugendliche Typ1“
  • Blogs von Diabetikern die ihre Erfahrungen gerne weiter geben, zB Steffie, Ilka und Finn, Elisabeth oder dedoc open blog
  • das Internet als Informationsquelle

Wenn ich irgendwas noch ergänzen oder ändern kann, dann schreibt mir und ich mache das sehr gerne.

Ich wünsche euch, dass ihr alle gut durch den Zuckeraltag kommt und wir alle unser Wissen weiter teilen.

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