München

Schon im Frühjahr wollte ich mir München ansehen. Ich wohne am Bodensee und somit nur ca. 2 Stunden von der bayrischen Landeshauptstadt entfernt. Natürlich war ich auch schon mal in München, aber meistens nur schnell am Flughafen um in einer meiner Urlaube zu fliegen 🙂 Also Täschchen für einen Ausflug diabetikertauglich packen und los geht es.

Ich hab mir bei der deutschen Bahn ein echt günstiges Ticket für nur EUR 25,– ergattert. Also morgens um acht ab Lindau ging es los. Um kurz vor elf war ich auch schon im sonnigen München angekommen. Mit der Hilfe einer App gelange ich diesen Tag an alle meine Ziele die ich mir ansehen möchte. Es gibt im Google Play mehrere zur Auswahl und in Zukunft werde ich das bei Citytrips öfter nutzen.

Café Luitpold

Auf meinem Weg vom Hauptbahnhof in die Innenstadt komme ich am Café Luitpold vorbei. Schon mal rein zu sehen ist einfach richtig toll. Überall Pralinen, Kuchen, Gebäck und feinen Wein. Um ganz ehrlich zu sein, musste ich eigentlich nur mal dringend für kleine Mädchen, aber sogar hier fand ich meinen geliebten Orient. Der Fußboden war mit wunderschönen Fließen verarbeitet. Einfach alles ist hier wunderschön. Bei meinem nächsten München Besuch werde ich auf jeden Fall dort auch eine Tasse Latte Macchiatto mit Kuchen probieren. Diese mal war nur Zeit für Fotos.

Hofgarten

Im 16. Jahrhundert wurde von Herzog Albrecht von Bayern der Bau eines neuen Renaissancegartens in Auftrag gegeben. Gegenüber der Theatinenkirche ist der westliche Haupteingang zum Garten. In der Mitte des Hofgartens befindet sich ein Pavillon, der Dianatempel. Leider wurde er bei meinem Besuch gerade renoviert. Ich hätte wirklich gerne noch mehr schöne Bilder hier gemacht. Und für ein Fotoshooting wäre das eine wunderschöne Location. Nur so einen Garten mieten uiuiui 🙂 Will gar nicht wissen wie viel so was kosten würde. Am Ausgang in Richtung des Englischen Gartens ist die bayrische Staatskanzlei.

Englischer Garten

Gleich um die Ecke ist auch schon der Englische Garten von München. Die 375 Hektar große Grünanlage gehört zu den größten Parkanlagen der Welt. Nachdem der Park erst nur Adeligen vorbehalten war und nach einer ersten Umgestaltung im 18. Jahrhundert  in einen Militärgarten zur sinnvollen Beschäftigung von Soldaten zu Friedenszeiten, ist der heutige Englische Garten seit 1792 für die Öffentlichkeit zugänglich. Im Südteil des Parks steht das Teehaus, der Monopteros und der Chinesische Turm. Mehrere Bäche, unter anderem der Eisbach mit seiner Surferwelle, fließen durch die Parkanlage. Ab dem Frühjahr pilgern die Stadtmenschen mit Kind und Kegel auf die öffentlichen Wiesen und genießen die Ruhe und Sonne. Schon von weitem sieht man auf einem Hügel den Monopteros, ein Rundtempel, der 1832 erbaut wurde. Eines der vielen schönen Fotomotive die ich an diesem Tag gefunden habe. Am Monopteros vorbei kommt man zum Chinesischen Turm. Dieser 25 Meter hohe Holzbau im Stil einer Pagode wurde 1789 errichtet. Um den Turm befindet sich mit 7.000 Sitzplätzen der zweitgrößten Biergarten Münchens. Ganz ehrlich, wer es mag, aber ich bin niemand der mit einem Maßkrug Bier rumsitzt und sich eine Schweinshaxe reinzieht. Man sah auch nur sehr viele Touristen und so ist es für mich mehr eine Geldmaschine. Dadurch hat sich der ganze Platz für mich auch nicht erschlossen, der sicherlich ohne die ganzen Bierbänke ein romantischer Ort sein könnte.

Maximilianeum und Maximilianstraße

Wenn man am Chinesischen Turm rechts auf die Straße geht und über eine Brücke die Isar überquert, gelang man in die Maximiliananlagen. Diese sind viel ruhiger und laden auch zu einem schönen Spaziergang direkt an der Isar ein. Hier fand ich per Zufall noch eine richtig tolle Unterführung dessen Mauern für Streetart genutzt wird. Richtig toll anzusehen. Bald erreichte ich das Maximilianeum. König Max II. veranlasste den Bau dieses schönen Gebäudes im Jahr 1857. Bis 1918 war hier neben der Studienstiftung und einer historischen Galerie auch die königliche Pagenschule untergebracht. Bis kurz vor Ende des 2. Weltkriegs wurde in den Galerieräumen die Münchener Kunstausstellung veranstaltet. Gegen Kriegsende wurden zwei Drittel des Bauwerks zerbombt. Nach dem Krieg wurde dieses prachtvolle Gebäude wieder aufgebaut und ist seitdem der Sitz des Bayerischen Landtags. Rechts über die Isar verläuft die Maximilanstraße. Diese ist eine der vier bedeutenden Prachtstraßen Münchens aus dem 19. Jahrhundert. Vorbei am Maxmonument und den imposanten 180 Meter der Regierung von Oberbayern, kommt man an den großen Namen der Modewelt vorbei. Die Filialen von Chanel, Cartier, Giorio Armani, Dior, Gucci, Hugo Boss, Jimmy Choo und Yves Saint Laurant (um nur ein paar zu nennen) geben sich hier die Klinke in die Hand.

Schuhbeck’s Köstlichkeiten

Alfons Schuhbeck: Bayrisches Urgestein, Promi- und Fernsehkoch, Kochbuch-Autor, Gastronom und der deutsche Gewürzhändler meines Vertrauens ❤ Gleich links weg von der Maximilianstraße findet man die Münchner Fußgängerzone. Genau genommen „das Platzl“. Dort stolpert man sofort über „Schuhbeck’s Müsli“, „Schuhbeck’s Tee- und Schokolade“ und „Schuhbeck’s Gewürze“ mit einem (mein Herz hüpft höher) neu eröffneten „Orientalischen Gewürzbasar“ ❤ Du kannst dir vorstellen wohin ich als erstes gegangen bin, oder? Ich muss sagen, es ist den Architekten wahrlich gelungen, den Orient in das Obergeschoss von Alfons Gewürzladen zu bekommen. Wunderschön und mit vielen Schnörkeln und Verzierungen kommt er daher. Hier findet man alle erdenklichen Gewürze aus Nordafrika über Persien bis in den Fernen Osten. Eine wahre Oase für meine Nase 🙂 Natürlich auch ein bißchen geshoppt. Das arabische Kaffeegewürz aus der Mühle und einen arabischen Zucker mit Zimt, Nelken, Kardamon und weiteren Ingredienzen gab es für mich. Ich verarbeite das Kaffeegewürz am liebsten mit Topfen, Früchten, Chiasamen, Haferkleie und etwas Zucker zu einer Crème. Probiere es mal aus, einfach köstlich ❤

Marienplatz

Vorbei am Hofbräuhaus und um ein paar Ecken gebogen, kommt man zum Marienplatz. Der Marienplatz ist der zentrale Punkt in der Fußgängerzone. Hier gibt es wieder viele wunderbare Fotomotive wie das alte Rathaus, das neue Rathaus mit den Türmen der Frauenkirche im Hintergrund und die Peterskirche. Wem der ganze Trubel zu viel wird, der kann sich in den 2. Stock des Cafés Woerner’s setzen. Hier hat man den kompletten Blick über den Marienplatz und der Latte Macchiato ist sehr gut hier. Im übrigen konnte ich hier den ersten Hypo (Unterzucker) des heutigen Tages durchstehen. Die vielen Kilometer die ich bisher gelaufen bin, zeigen sich natürlich auch an meinen Zuckerwerten. Nachdem ich mich hier erholt habe, ging ich zur Kirche St. Peter. Der Innenraum ist im gotischen Stil errichtet und sehr prachtvoll. Wenn du München von oben sehen möchtest, kannst du den Turm von St. Peter über 306 Stufen erklimmen. Der Eintritt kostet hier EUR 3,–.

Viktualienmarkt

Direkt unterhalb von St. Peter schließt sich der Viktualienmarkt an. Dieser Markt findet täglich seit 1807 statt. Nur an Sonn- und Feiertagen werden hier keine Lebensmittel an den Kunden gebracht. Zudem finden sich hier auch noch Floristen und zentral ein Biergarten.

Shoppen, Frauenkirche und Augustiner Bräu

Auf dem Weg zur Frauenkirche komme ich an der Galeria Kaufhof und unzähligen Klamottengeschäften vorbei. Das Angebot erschlägt mich regelrecht und ich bin leicht überfordert. Das belastet dann wenigstens meine Kreditkarte nicht, da ich nichts einkaufe. Natürlich gibt es hier auch überall schöne Dirndl zu kaufen. Ich bin aber froh in die kühle Frauenkirche zu gelangen. Der Dom gehört mit seinen zwei Türmen zu den Wahrzeichen von München. Den Südturm kann man auch bis nach oben besteigen, allerdings wurde gerade renoviert. Machte eh nix, denn mein zweiter Hypo (Unterzucker) meiner Stadtbesichtigung kündigte sich an. Also in eine Kirchenbank setzen und wieder Dextro in die Backen stecken. Zum Glück gibt es mittlerweile eine große Auswahl an Geschmacksrichtungen, aber irgendwann werden auch die langweilig wenn man essen muss 😦 Aber es bringt nichts, es muss halt sein. Nachdem ich mich erholt habe, erkundete ich noch diese schöne spätgotische Kirche aus dem 15. Jahrhundert. Da ich heute erst eine gefüllte Laugenstange gegessen habe und es doch schon 16.00 Uhr geworden ist, setzte ich mich in das Augustiner Brauhaus direkt neben dem Dom. Ich mag das „Edelstoff“ Bier sehr gerne und dazu gibt es noch einen Flammkuchen. Nach dem Essen wird es wieder Zeit nach Hause aufzubrechen und mit dem Zug lasse ich mich wieder bis nach Lindau chauffieren 🙂

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