Marokko im September – Tag 7

Nach einer ruhigen Nacht im Riad Fes Baraka, gehe ich in den Innenhof und werde schon fröhlich von allen begrüßt. Julie ist so aufmerksam und bringt mir meinen Minztee zum Frühstück ohne Zucker bzw. in einer separaten Zuckerdose. Wenn im Minztee bereits der Zuckerblock im Kännchen versenkt ist, kann ich es wegen meinem Diabetes sehr schwer die Insulinmenge die ich benötige berechnen. Das Frühstück ist wunderbar. Besonders der frisch gepresste Orangensaft ist klasse ❤

Frühstück Riad Fes Baraka

Ich geh los in die nahe gelegene Medina. Die Altstadt, auch Fes el Bali genannt wird von der Stadtmauer eingeschlossen und ist der älteste Stadtteil. Die „Hauptgassen“ sind  die Rue Talaa Kebira und die südlichere gelegene Rue Talaa Sghira. Beide beginnen beim Bab Boujloud und treffen im nahegelegenen Souk Attarine wieder zusammen.

Es ist ungefähr 10.00 Uhr und die Händler bauen ihre Ware vor den Shops auf. Es gibt Fläschchen für Shampoo und Duschgel, Lampen, Teppiche, Sitzpuffs, Tücher, Babouches, Teekännchen, Kleidung und allerhand Nippes für Touristen.

Auf meinem Weg durch die engen Gassen von Fes, komme ich auf dem Weg zum Mausoleum von Moulay Idriss II an der angeschlossenen Moschee vorbei. Diese finde ich besonders, da ich durch die reich verzierten Türen in das innere gut blicken kann. Der Eingang und Innenraum ist auch hier wieder so wunderschön, dass ich mich kaum losreißen kann.

Weiter geht es zu dem Mausoleum von Moulay Idriss II. Die Grabstätte des Stadtgründers (verstorben 829) wurde erst 1437 von den Meriniden wiederentdeckt, welche ein großzügiges Mausoleum samt Moschee errichten ließen. Bis heute wird dieser heilige Ort von Fès von Pilgern besucht, er entwickelte sich zu einem bedeutenden Wallfahrtsort. Nichtmuslimen bleibt der Zutritt zum Mausoleum verwehrt, jedoch kann ich durch die geöffneten Tore gut in das aufwändig geschmückte Innere mit  farbigen Kacheln, Koraninschriften und Decken mit Zedernholz-Schnitzerein blicken.

Hier herrscht ein ziemlicher Andrang durch die Touristen und auch durch die Einheimischen, da ich mich jetzt mitten im Souk befinde. In der Nähe ist die Medersa Cherratine und ich flüchte mich in den ruhigen Innenhof der ehemaligen Koranschule. Die Medersa wurde im Jahr 1670 vom Alaouiten Sultan Rachid Ben Cherif in Auftrag gegeben. Ich glaube, bisher habe ich noch nie erwähnt, dass nicht ausschließlich der Koran studiert wurde, sondern den Studenten über mehrere Jahre das Lesen, schreiben und auch Mathematik näher gebracht.

An dem Tag war es so warm, dass mein Schweiß den Kleber meiner Insulinpumpe regelrecht auflöste. Ein Angestellter der Medersa war so nett, dass ich mich in ein Zimmer zurückziehen durfte und mit eine neue Pumpe anbringen konnte. Ich bin ihm dafür sehr dankbar.

Ich bin noch etwas durch den Suk gegangen, Gewürze und ein paar Schals gekauft und dann wieder in das Café Clock gegangen. Da ich im November wieder in Fes bin und ich um 17.00 Uhr im Riad eine Hamam Behandlung habe, stresse ich mich nicht entspanne auch noch etwas. Hier noch ein paar Bilder dazu.

Am nächsten Morgen geht es auch schon wieder sehr früh mit Ryanair über Memmingen nach Hause. Im November komme ich wieder für 11 Tage nach Marokko. Die Planungen laufen schon und dieses mal wird es für mich auch in die Wüste gehen. Bislamah ❤

2 Kommentare zu „Marokko im September – Tag 7

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