Marokko im November – Die Wüste lebt

„Sunrise! Sunrise!“ Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Wir stapfen im Morgengrauen um 06.20 die Düne ostwärts hoch. Ich habe einen Schleier mitgenommen. Eine Bauchtänzerin ist immer bereit 🙂 Aber sieh selber. Worte können es fast nicht begreiflich machen, wie schön ein Morgen in der Wüste ist.

Sonnenaufgang Panorama Wüst

Wüste Panorama Sonnenaufgang

Als wir wieder von der Düne runter kommen gibt es erst mal ein Frühstück. Es gibt wie gestern ein Buffet mit Kaffee, Tee, Msemen, Brot, Marmelade, Honig, gekochte Eier, Streichkäse und Joghurt. Nach der Morgentoilette reiten wir wieder auf unseren Dromedaren in Richtung Merzouga. Ich glaube, ich habe das coolste Dromedar der ganzen Wüste. Er heißt Bob Marley 🙂 Heute ist es nicht so stürmisch wie gestern und wir haben einen strahlend blauen Himmel.

Wir gehen wieder zu Hassan’s Lodge und bald schon werden wir mit einem Jeep abgeholt. Hassan bring Frauke und mich zusammen mit zwei anderen Gästen zu einer Gnawa Vorstellung. Die Gnawa Musik ist die traditionelle Musik von Marokko. Es gibt jedes Jahr in Essaouira ein großes mehrtägiges Festival.

Anschließend zeigt uns Hassan sein neues Projekt. Er macht ein eigenes Restaurant auf. Es ist noch im Bau, soll aber schon in 14 Tagen fertig sein. Wir sind ehrlich beeindruckt, denn es ist sehr kunstvoll gestaltet und bietet einen tollen Blick in die Erg Chebbi. Das Restaurant dient als zusätzliche Möglichkeit für seine Gäste um essen zu gehen, denn in seinem aktuellen Restaurant Camp in dem wir am Nachmittag essen werden, ist das bei schlechtem Wetter nicht möglich.

Weiter geht es zu einer Grube in der schwarzen Wüste. Hier werden Fossilien und Hämatit Steine ausgegraben. Wir sind hier auch im Gebiet, wo früher eine Kaserne der französischen Armee war. Leider verfallen hier nun alle Gebäude. Frauke und mir kommt gleich in den Sinn, dass sich das Gelände super für ein Fotoshooting anbieten würde. Für das haben wir heute aber keine Zeit. Wir fahren nun weiter zu einer Nomadenfamilie. Sie leben in einfachen Zelten und wollen auch nicht in einem Haus leben. Ihnen reicht es, mit ihren Tieren in der freien Natur zu leben. Schon unglaublich, welche Lebensweisen heutzutage noch möglich sind und auch gelebt werden. Ich denke mir nur, was ist, wenn jemand krank wird oder einen Unfall hat. Mal eben so schnell zu einem Arzt kommt man hier nicht und ein Telefon ist auch nicht gleich in der Nähe.

Wir kommen nun noch zu einem Ausblickspunkt der auch mit „Panorama“ Hinweisschilder darauf hin weist. Von hier aus sehen wir auch wieder unser Camp und uns wird jetzt auch erst bewusst, dass wir uns am südlichen Rand der Erg Chebbi befinden. Wie wir erfahren, erlaubt die Regierung nur Camps am Rand und nicht in Mitten der großen Dünen.

Panoramaausblick auf unser Camp

Wir fahren von dem Hügel hinunter und kommen zu dem bereits erwähnten offenen Restaurant von Hassan. An so einem warmen Tag ist es natürlich wunderbar draußen im Schatten der Bäume zu essen. Wir werden wieder mit 4 Gängen verköstigt und wir dürfen uns danach ausruhen. Als die Sonne schon niedriger ist, gehen wir über den Hügel zu unserem Camp. Auf dem Weg entdeckt Frauke eine Schaukel. Schaukeln in der Wüste. Das hat doch was 🙂

Den zweiten Tag in der Wüste lassen wir oben auf der Düne ausklingen. Es war ein toller Tag mit vielen neuen Ausdrücken. Auch der Sonnenuntergang ist magisch. Später werden wir beim Abendessen und Trommelklängen den Abend beenden. Es ist heute sehr kalt, da es im mittleren Atlas geschneit hat und die kalte Luft hierher zieht. Der Sternenhimmel ist sehr klar und die vielen Sterne unbeschreiblich schön.

 

 

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