Marokko im November – Zurück nach Fes

Heute reisen wir weiter bzw zurück nach Fes. Back were all begun 🙂 Aber erst fahren wir heute noch die zweite Runde mit dem hop on, hop off Bus. Unser 48-Stunden Ticket läuft noch bis 11.00 Uhr und somit können wir davor noch die „grüne Rundfahrt“ durch die Palmaraie fahren.

Also schnell noch frühstücken, Koffer packen und mit diesen über den Djemaa el Fna zur Post um unsere Postkarten mit Briefmarken zu versehen und einzuwerfen. Danach halten wir ein Taxi an, denn wir wollen zur Touristen Information. Dort beginnt die Rundfahrt mit dem Bus. Wir hätten auch die Möglichkeit, dass wir mit der anderen Rundfahrt dort hin zu gelangen, allerdings wissen wir nicht, ob dieser Bus schon fährt. Nachdem der erste Taxifahrer kein Englisch oder Französisch spricht halten wir einen anderen an der mich auch versteht 🙂 Er weiß zwar nicht wo die Touri Info ist, allerdings kann ich es ihm auf französisch erklären. Wir werden schon noch ankommen, inshallah 🙂

Wir warten in schnurrender Gesellschaft noch etwas auf den Bus. Zum Glück ist es kein Problem unsere Koffer mit zu nehmen. Bei angenehmen Temperaturen beginnen wir die gemütliche Fahrt. Der Stadtteil Palmaraie liegt am Rand von Marrakesch und hat über 100.000 Palmen. Hier kann man auch aussteigen und mit dem Kamel eine Runde durch die Oase reiten. Leider haben wir keine Zeit dazu. Wer aber mal für ein paar Stunden zur Ruhe kommen möchte, kann ich diesen Stadtteil durchaus empfehlen. Wer an einer Runde Golf interessiert ist, kommt ebenfalls hier auf seine Kosten. Es gibt rund um Marrakesch einige Golfresorts. Allerdings sehe ich diese Anlagen eher kritisch. Marokko hat Wassermangel und solch riesige Grünanlagen täglich zu bewässern hilft da nicht gerade…

Die Rundfahrt endet wieder an der Touristen Information. Mit einem Taxi kommen wir flott und durchaus unterhaltsam am Flughafen Marrakesch Menara an. Wir haben über Air Arabia einen günstigen Inlandsflug nach Fes gebucht. Jeden Mittwoch und Freitag gibt es einen Flug von Fes nach Marrakesch und retour. Somit kommen wir in nur einer Stunde Flugzeit nach Fes (Kosten: EUR 31,00 inkl. einem Handgepäck mit max. 10 kg). Am Flughafen ist nur zu beachten, dass bereits am Eingang das Gepäck kontrolliert wird. Zutritt zum Flughafen haben auch nur Personen mit Ausweis und Flugticket. Das ist eine der vielen Sicherheitshürden an marokkanischen Flughäfen. Vor einem Inlandsflug reicht es 1 Stunde vor dem Boarding am Flughafen zu sein. Vor einem Internationalen Flug würde ich allerdings 2,5 Stunden vor dem Boarding da sein.

Bei Air Arabia dürfen wir nur ein Handgepäck mit an Board nehmen. Da wir aber kräftig geshoppt haben, müssen wir noch unser zweites Gepäck für günstige 200 Dirham (ca. 18 Euro) aufgeben. Das finde ich für eine kurzfristige Zusatzbuchung durchaus in Ordnung. Wie gesagt, nach einer Stunde Flug sind wir schon wieder in Fes wo wir vor 10 Tagen angekommen sind.

Nach einer langen Diskussion mit einem Taxifahrer, dass angeblich der fixierte Fahrpreis über 120 Dirham nur bis zum Bahnhof geht, zahlen wir 150 Dirham um zur Medina zu gelangen. Auf unserem Weg zum Riad „La Maison Maure“ findet uns Driss. Er ist der Geschäftsführer dieses wunderschönen Hauses. Der Inhaber Christian ist Franzose und Opern- und Kunstliebhaber. Überall sind Bilder von großen Operndiven an den Wänden 🙂 Viele davon auch signiert. Driss zeigt uns das Haus und heißt uns mit Minztee herzlich willkommen. Auf nachfragen reserviert er uns für das Abendessen in einem tollen Restaurant einen Tisch und für den kommenden Abend ein Hamam Besuch in einem von ihm empfohlenen Hotel.

Erst sehen wir aber unsere Suite an und machen es uns bequem. Wir werden pünktlich um 18.30 Uhr von Said abgeholt. Driss hat uns Said organisiert, der uns sicher zum Restaurant und auch wieder zurück bring. Ich bin ganz froh um die Begleitung, denn später am Abend möchte ich in der Medina nicht als Frau alleine oder auch zu zweit unterwegs sein. Man wird hier sehr schnell als „leichtes Mädchen“ angesehen, da ja eine anständige Frau am Abend nicht unterwegs ist. Fes ist nun mal eine arabisch geprägte Stadt und das spüre ich hier leider immer wieder.

Das Restaurant ist das Restaurant Palais des Merinides. Der Innenraum in dem wir an einen der runden Tische sitzen ist atemberaubend schön. Ich habe das Gefühl in einem Museum zu sitzen. Es gibt unglaublich viel zu sehen in diesem prächtigen Haus. Frauke und ich bestellen uns ein vegetarisches Menü mit marokkanischen Salat, Couscous mit 7 Gemüse und Früchte zum Nachtisch. Als der marokkanische Salat kommt, fallen uns fast die Augen aus dem Kopf, denn wir dachten es gibt einen Teller mit Salat. Nein, hier werden gleich 9 kleine Teller mit den diversesten Gemüse aufgetischt. Es gibt Linsen, rote Beete, grüne Bohnen, Blumenkohl, Karotten, Gurken-Tomaten-Salat und Reis mit Gemüse (die zwei anderen weiß ich nicht mehr was es war). Eigentlich sind wir schon satt nach der Vorspeise, aber es kommen ja noch Hauptspeise und Nachtisch. Wir essen noch einen Teil des Couscous und lassen dann aber alles für uns einpacken. Zusätzlich zu den Früchten bekommen wir köstliche Kokosmakronen. So haben wir für ca. EUR 16,00 pro Person ein unglaublich reichhaltiges und schmackhaftes Abendessen genossen. Morgen werden wir von dem eingepackten Essen auch nochmal satt.

Wir werden wieder von Said sicher nach Hause gebracht. Es ist schon etwas kühl geworden und ich bin froh, dass in unserer Suite eine Heizung ist die wir auch gleich einschalten. Für morgen ist der Plan uns die Medina anzusehen. Aber jetzt wird erst mal geschlafen 🙂

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