Marokko im November – Paläste für die Lalla’s

Wünscht sich nicht jedes kleine Mädchen mal eine Prinzessin (Lalla) zu sein? Heute können wir ein bischen Prinzessinnen Luft schnuppern ❤

Aber erst mal bekommen wir wie jeden morgen von Abdul unser Frühstück frisch serviert. Danach gehen wir zum Djemaa el Fna. Dort an der Straße zur Koutoubia Moschee ist eine der Bushaltestellen des Hop on, Hop off Busses von Marrakesch. Es gibt zwei Routen. Die erste ist die historische Tour, dauert ungefähr 1 Stunde und 15 Minuten und führt durch Gueliz und der Hivernage zu der Medina und kommt an so einigen historischen Sehenswürdigkeiten vorbei. Die zweite ist  die Oasen Tour und mit einer Stunde Fahrt etwas kürzer. Diese startet an der Touristeninformation in Gueliz und führt durch die Palmeraie. Hier ist die Homepage mit den aktuellen Preisen.

Wir kaufen uns ein 48-Stunden Ticket direkt im Bus und stöpseln unsere eigenen Kopfhörer ein. Es ist auch möglich welche im Bus zu erwerben. Über die Schaltfläche wird die Lautstärke und die Sprache ausgewählt. Das Begleitpersonal hilft einem auch gerne dabei. Gemächlich fahren wir in Richtung Neustadt. Dabei sehen wir den schönen neu gestalteten Bahnhof und die Oper von Marrakesch. Weiter geht es an der Menara Mall vorbei und somit zum Menara Garten. Von weitem kann man den Wasserbassin mit seinem Lustschlößchen erspähen. Es wird nun gewendet und weiter geht es über die Avenue Mohamed VI in Richtung der Hivernage. Am berühmten Hotel Mamounia vorbei kommt man wieder zur Medina. In der Nähe des Palais de Bahia steigen wir aus.

Eilig gehen wir über die quirligen Straßen in den Bahia Palast. Der Eintritt für die Besichtigung des Palastes kostet 10 Dirham (ca. 0,90 Euro). Die Ruhe die hier einen empfängt wird nur durch das knipsen der Digitalkameras und dem staunen der Besucher durchbrochen. In diesem Beitrag habe ich schon mal über die Geschichte dieses wunderschönen Stadtpalastes geschrieben.

Langsam bekommen wir Hunger. Wir suchen uns ein Restaurant mit Dachterrasse aus. Es ist die recht bekannte Kosybar. Ich muss leider sagen, dass es in Marokko das erste Mal war, dass wir bzw ich schlecht gegessen haben. Wir hatten eine Pizza mit Pilzen bestellt, in der die halbe Sahara noch war. Es knirscht zwischen unseren Zähnen und wir ließen einen großen Teil stehen. Auch der georderte Fruchtsaft war eine Katastrophe, da das Glas sowas von dreckig war. Bäh, ekelhaft. Den Saft ließen wir zurück gehen und haben ihn auch nicht bezahlt. Also ich rate ab dort essen zu gehen. Das Ambiente ist zwar sehr cool, aber höchstens das dort verkaufte Bier oder Wasser in Flaschen würde ich dort ohne Bedenken trinken.

Nicht weit weg vom Bahia Palast ist der Palais Badii. Wir wollen auch gerade aufbrechen, als wir noch eine Katzenmama mit ihren Sohnemann entdecken. Eh klar das wir gleich hin und weg von den beiden waren. Das freute auch den Shopbesitzer der uns gleich zu einem Tee einlud und uns geschickt seine Verkaufspräsentation vortrug. So schnell kann es gehen 🙂 Wir kauften auch das ein oder andere um daheim zu räuchern oder selber gut zu duften. Nach einer halben Ewigkeit konnten wir uns loseisen und gingen dann endlich zum Palais Badii. Da es allerdings schon auf 17.00 Uhr zuging, durften wir nicht mehr rein. Na gut, dann eben morgen.

Wir gingen also wieder zum Djemaa el Fna und auch gleich weiter in den Souk. Später am Abend noch zu einer Garküche in der wir wirklich wussten, was wir da so zu essen bekommen 🙂 Und an diesem Abend wurden ich und Frauke auch noch ganz geschickt von einer Hennamalerin die Handinnenflächen bemalt. Geschickt im Sinne von, sie hatte mich sehr bald überredet bzw etwas überfallen. Naja, irgendwann ist immer das erste Mal. Eigentlich mag ich es nicht so sehr, wenn ich nicht weiß ob es unbehandelte Hennafarbe ist. Als kleiner Tip: NIEMALS schwarze Hennafarbe auftragen lassen. In dieser sind immer Chemikalien beigemischt um die schwarze Farbe zu erzeugen. Das kann zu schwersten Hautirritationen mit Narben führen.

An diesen Abend waren wir auch noch etwas länger auf dem Platz. Es waren diesmal auch Trommler und Tänzerinnen da. Ich gab ihnen einen kleinen Obulus und tanzte auch eine Runde mit. Das war für mich wieder mal ein Spaß. Allerdings hatte ich das Pech, dass einige Männer glaubten, nur weil ich tanze und noch unterwegs bin mir an den Po zu greifen und mich lüsternd anzusehen. Wie ich später erfur, ist es ratsam mit Einbruch der Dunkelheit immer einen Mann dabei zu haben. Ansonsten wird vermutet, dass Frauen „leichte Mädchen“ sind. Es wäre auch gut gewesen, wenn ich gleich zu der Polizei Station die direkt am Platz ist zu gehen. Es müssen einfach mehr Polizisten unterwegs sein um das zu unterbinden. Nach wie vor glaube ich aber, dass es prinzipiell auch für alleinreisende Frauen ungefährlich ist in Marokko zu reisen. Allerdings muss man auch seinem Bauchgefühl vertrauen und nichts herausfordern. Ich liebe Marokko und lasse mir das von ein paar einzelnen Idioten auch nicht versauen!

Nach dem Erlebnis gehen wir wieder zurück in unser Riad. Heute hatten wir wirklich in alle Richtungen unsere Erfahrungen gemacht. Ich hoffe dennoch, die negativen nicht mehr wiederholen zu müssen.

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