Der Jakobsweg und ich – von Vila Praia de Ancora nach Gondarem

Kikerikiiiii, kikerikiii!!! Mit Sonnenschein und einem Weckruf aus der Nachbarschaft werden wir geweckt. Nach der morgendlichen Katzenwäsche und dem packen unserer Rucksäcke gehen wir schon los. Es ist Mittwoch der 16. Mai. Ab und zu wissen wir nicht welcher Wochentag gerade ist. Ist auf dem Jakobsweg auch eigentlich ganz egal 🙂 Was ich aber im nachhinein weiß, dass heute für mich eine der schönsten Etappen auf dem Caminho startet.

Gleich vor dem Hotel machen wir noch Bilder. Direkt am Strand und am Jakobsweg mit der Morgensonne. Es ist an der Promenade von Vila Praia de Ancora noch ruhig. Nur ein paar Pensionisten sind schon auf ihrer Morgenrunde unterwegs. Nach kurzer Zeit fällt mein Blutzucker in den Keller und wir müssen eine Frühstückspause machen. Gestern habe ich noch Mandelgebäck gekauft und das genehmigen Tanja und ich uns jetzt 🙂 Der dazu passende Milchkaffee kommt aber erst ein paar Kilometer später.

Gut gestärkt kommen wir in Caminha an. Eine wirklich schöner Ort. Hier wären wir auch gerne länger geblieben. In der Touristeninfo holen wir uns heute einen sehr schönen Stempel für unseren Pilgerausweis. Zudem haben wir uns für unsere Rucksäcke genähte Stofftulpen gekauft. Die machen sich auf „Fernanda“ und „Amigo“ richtig gut ❤ Durch das Torre do Relogio hindurch geht es weiter auf dem Jakobsweg. Hinter Caminha überqueren wir eine Brücke. Die Sonne, die Meeresbrise einfach alles tut mir heute richtig gut. Wir haben heute mit 20 Kilometern auch keine sehr lange Etappe geplant. So pilgern wir durch Weinberge, kleine Ortschaften und genießen den Ausblick über den Rio Mino nach Spanien. An Kirchen mit schönen gefliesten Fassaden und noch schöneren Glockenspiel machen wir kleine Pausen und genießen einfach die schöne Tour.

Am Nachmittag kommen wir in Gondarem an. Wir haben uns ein Doppelzimmer im Hotel Boega gebucht. Als wir am Vorabend uns das Zimmer gebucht haben, war uns gar nicht klar, wie schön dieses Herrenhaus ist. Wir gehören zu den ersten Gästen des Tages und dürfen uns ein Zimmer aussuchen. Wir entscheiden uns für jenes mit Balkon. Wir kommen uns wie Prinzessinnen vor, so schön ist alles eingerichtet und gestaltet. Nicht nur unser Zimmer, sondern das ganze Haus und der Park mit Pool. Am späten Nachmittag gehen wir uns noch am Pool sonnen. Das Wasser ist herrlich erfrischend und ich bin ganz in meinem Element 🙂 Ab 20.30 Uhr gibt es ein Abendmenü mit Gemüsesuppe, Hauptgang und Nachtisch. Da ich kein Fleisch und Fisch esse, wird mir ein großer Salat zubereitet. Der Nachtisch ist einfach unglaublich. Wir bekommen eine riesige Schüssel mit Crème Brulle, Kokoskuchen und frischen Ananas und Kiwi. Eigentlich sind nochmals zwei weitere Pflegerinnen da, aber sie sind schon satt und möchten keinen Nachtisch. Tanja und ich sind aber so hungrig und verputzen alles alleine 🙂 Mehr als nur glücklich gehen wir in unser Zimmer. Es ist mittlerweile dunkel und der Blick von unserem Balkon ist auch jetzt unglaublich schön. Ich hoffe, irgendwann mal mit meinem Freund hierher zu kommen. Vielleicht ja in Verbindung mit einer Canyoning Tour in Portugal.

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